10/2019

Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) hat zwei neue Patienteninformationen zu den Themen Knirschen und Kreidezähne veröffentlich, die wir Ihnen zu Ihrer Informtion empfehlen.

08/2019 Zucker macht zahnlos

Hoher Zuckerkonsum verursacht Karies, begünstigt Zahnfleischentzündungen und ist damit nachweislich für Zahnverlust mitverantwortlich.

Darüber hinaus begünstigt er aber auch das "Metabolische Syndrom" (Diabetes, Fettleibigkeit, Übergewicht, Bluthochdruck) sowie die chronische Hochregulation entzündlicher Prozesse.

07/2019 Zahnschäden durch Säuren

Säurehaltige Nahrungsmittel und Getränke haben das Potenzial Zahnoberflächen anzulösen. Dadurch wird die Oberflächenhärte herabgesetzt und ein erhöhter Verschleiß des Zahnes beim Kauen und insbesondere durch Knirschen und Pressen begünstigt. Dieser Prozess wird als (säure-) erosiver Zahnhartsubstanzverlust bezeichnet.

 

An der Universität Bern werden laufend Getränke, Speisen und Medikamente auf Ihr zahnschädigendes, erosives Potenzial getestet und die Ergebnisse veröffentlicht und können über diesen Link heruntergeladen werden.

 

Die Nutzung dieser Tabelle ermöglicht es Ihnen, persönliche Ernährungsvorlieben hinsichtlich einer möglichen säurebedingten Zahnschädigung zu hinterfragen, um ggf. auf  liebgewonnene  aber zahnschädliche Produkte zu verzichten.

Zwei rote Pfeile kennzeichnen ein Produkt als besonders gefährdend. Produkte mit grünem Pfeil gelten als nicht erosiv.

 

Neben dem Verzicht auf säureschädigende Produkte, sind nachfolgende Vorsichtsmaßnahmen zur Nachahmung empfohlen:

-    Kontaktzeiten zu erosiven Produkten reduzieren (schluckweiser oder der über den ganzen Tag verteilte Konsum sind zu vermeiden)

-    Nachspülen mit Leitungswasser oder die Verwendung fluoridhaltiger Spüllösungen helfen, Säuren zu verdünnen

-    Säfte, denen herstellerseitig Kalzium zugesetzt wurde, sind weniger erosiv

-    das erosive Potenzial essighaltiger Salatsaucen und von Fruchtsalat kann durch die Zugabe von Naturjoghurt verringert werden

 

Quelle:

Lussi, A., et al.: Erosives Potenzial von Getränken, Speisen und Medikamenten. Zahnärztliche Mitteilungen 109

(Nr. 13), 1471 - 1479, 2019

 

11/2018 Invisalign Go®

 

Zahnstellungsanomalien werden mitunter als störend empfunden. Sie können aber auch für  schlecht erreichbare Nischen sorgen, in denen sich Zahnbeläge ansammeln und damit Karies und Zahnfleischentzündungen begünstigen. Damit sind Korrekturen der Zahnstellung auch für unsere Praxis - mit dem Schwerpunkt „Präventive Zahnheilkunde“  - ein wichtiges Thema.

 

Die Firma Ailgn Technology (USA), Marktführer für Zahnkorrekturen mit (fast) unsichtbaren Schienen, hat ihr System und Know how für einfache Fälle auch der zahnärztlichen Praxis zugänglich gemacht.

 

11/2018 Bruxismus

Überempfindliche, sich lockernde Zähne, Zahnhartsubstanzverluste der Kaufläche sowie des Zahnhales, Versagen von Restaurationen, Schmerzen der Kaumuskulatur, der Kiefergelenke und Stirnkopfschmerz könnten durch Bruxismus begünstigt evtl. auch ausgelöst werden. Unter dem Begriff Bruxismus werden unbewusst ablaufendes Zähneknirschen und - pressen zusammengefasst. Man unterscheidet den Schlaf- vom Wachbruxismus.

 

Während Hinweise auf ersteren nur Schlafpartner geben können, lassen sich solche auf den Wachbruxismus durch Selbstbeobachtung erlangen.

 

Eine neue App für Mobiltelefone könnte hierbei hilfreich sein. Mit der BruxApp© von Alessandro Bracci lässt sich eine Verdachtsdiagnose erhärten oder aber entkräften. Und durch das mit der App-Nutzung einhergehende Biofeedback besteht die Möglichkeit, die Folgen des Bruxismus positiv zu beeinflussen.

 

Die Weiterentwicklung der App wird von Wissenschaftlern der Universität Padua, Italien, begleitet.

 

10/2018 Diese Gesetzlichen Krankenversicherungen beteiligen sich an der PMZ/PZR

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hat auch in diesem Jahr gesetzliche Krankenversicherer dazu befragt, ob und inwieweit sie sich an den Kosten für Professionelle Zahnreinigungen/Professionelle Manuelle Zahnreinigungen (PZR/PMZ) beteiligen. Von 110 befragten Kostenträgern antworteten 49.

Über Bedingungen und Höhe der Zuschüsse informiert eine .pdf-Datei, die über den nachfolgenden Link abgerufen werden kann.

03/2018 Punktebasiertes Risiko-Score System für Erkrankungen des Zahnhalteapparates veröffentlicht

Risiko-Score Systeme werden dazu verwendet, die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen bestimmter Erkrankungen zu ermitteln. Seit Jahren bewährte und funktionierende Tests stehen z.B. für die Vorhersage des kardiovaskulären und des Diabetes Risikos zur Verfügung.

 

Nun hat die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie, also diejenige Fachgesellschaft, die sich mit wissenschaftlichen Methoden der Erforschung und Behandlung von entzündlichen Erkrankungen des Zahnfleischs sowie des zahntragenden Knochens befasst, eine Selbsttest veröffentlicht. Einen Test, der von jedem einzelnen von uns in kurzer Zeit und mit geringem Aufwand selbst durchgeführt werden kann. Mit dem Ergebnis des Score-Systems erhält man eine prozentuale Einschätzung über sein persönliches Risiko, eventuell an Parodontitis erkrankt zu sein. Da der Risiko-Score für Parodontitis eine starke Abhängigkeit zum Alter zeigt, kann der Test eine zahnärztliche Diagnose natürlich niemals ersetzen.

 

Aber warum ist der vorgestellte Selbsttest dann dennoch sinnvoll und hilfreich?

 

Nun, die Parodontitis ist eine weit verbreitete Erkrankung, die schleichend und erst im fortgeschrittenen Stadium Symptome, wie Schmerzen und Zahnbeweglichkeit hervorruft. Und dann ist der Zahnverlust meist unausweichlich. Sehr lange verläuft sie dagegen unbemerkt. Man bezeichnet Sie daher als „silent disease“.

 

Außerdem zeigen immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen, dass sich entzündliche Erkrankungen des Zahnhalteapparates auch an anderer Stelle des Organismus, also systemisch bemerkbar machen.

 

Nachfolgend finden Sie den Test. Ergreifen Sie die Initiative! Denn frühzeitig erkannt, gibt es gute und unkomplizierte Präventions- und Therapiemethoden, Parodontitis zu stoppen oder zumindest stark zu verlangsamen.

 

05/2017 Neue S2k-Leitlinie „Kariesprophylaxe bei bleibenden Zähnen – grundlegende Empfehlungen“ veröffentlicht

In der Leitline werden wissenschaftlich gesicherte Erkenntinisse zur Vorbeugung von Karies an bleibenden Zähnen zusammengefaßt. Daraus ergeben sich Handlungsempfehlungen, die sich nach häuslichen und zahnärztlichen Maßnahmen untergliedern lassen. Nachfolgendes Schema, das von den beteiligten Fachgesellschaften erstellt wurde, zeigt diese Handlungsempfehlungen.